Tuxer Alpen Zehn Kapellen Weg

Gib deine Bewertung ab

Einfache Wanderung auf den Spuren des Schwazer Bergbaus

Dieser einfache Wanderweg wandelt auf historischen Spuren in Tirol. Im Mittelalter war Schwaz das Zentrum von Österreich. Der Bergbau florierte und das Silber wurde aus den Schwazer Stollen geschlagen. Die Stadt wuchs zur zweitgrößten Stadt nach Wien. Die Knappen prägten das Ortsbild und mit Ihnen der Dank, der sich im Bau von Kapellen widerspiegelte. Diese kann man heute im Rahmen eines ausgedehnten Spaziergangs, bzw. einer einfachen Tirol Wanderung besuchen.

Start beim Silberbergwerk Schwaz

Am besten beginnt man zum Wandern direkt beim Schwazer Silberbergwerk. Silber wird dort zwar heute nicht mehr abgebaut, aber man kann mit den historischen Zügen in einen Teil der 500 Kilometer langen Stollen hineinfahren.

Die ersten beiden Kapellen

Direkt rechts neben dem Stollen befindet sich die „Bergwerkskapelle“. Sie war einst Ziel der Knappenprozession.
Von hier wandert man auf der alten Landstrasse Richtung Buch. Bevor man die letzten Häuser von Schwaz hinter sich läßt, befindet sich aber rechts bereits die nächste Kapelle, die „Edenhofkapelle“. Sie war ebenfalls Teil der Knappenprozession.

Nach Gallzein wandern

Von hier aus wandert man auf Teer weiter, allerdings auf weitaus schmaleren kleinen Bergstrassen, die leicht steil bergauf führen. Bei der nächsten Abzweigung wandert man links und dann nochmals links und befindet sich auf der Strasse nach Gallzein. Dieser folgt man nun durchwegs, bis man zum Ortsteil Wahrbichl nach rechts abzweigt. Der Weg ist aber gut zu finden, da bei Abzweigungen Wanderschilder den zehn Kapellenweg anzeigen.

Die nächsten Kapellen

Am Ortsrand von Schwaz die „Wasserkapelle“, sie wurde einst erichtet, weil eine Wasserquele frisches Bergwasser aus dem Berg entspringen ließ. Mit dem Bergbau versiegt die Quelle jedoch. Wunderbar gelegen ist die „Kreuzkapelle“ im Gallzeiner Ortsteil Gattern. Unbedingt ein bisschen Zeit nehmen, um den Ausblick auf einer der Ruhebänke zu geniessen.

Es folgen die „Spuringkapelle“ und die „Kapelle Herz Jesu“ in Gallzein, bevor man wieder talwärts nach Schwaz herunterwandert. Hier kommt man nun auf einen Wanderweg, fern von Teer zur „Weisslkapelle“. Danach folgt die „Rote Sandkapelle“ von der überliefert ist, daß hier früher die Knappen Schutz und Trost gesucht haben, als das Falkensteingebiet vom Bergbau bearbeitet wurde.

Im Silberwald Schwaz

Es folgt am Rande des Silberwald die „Simon Juda Kapelle“. Die letzte Kapelle befindet sich unweit des neuen Schwazer Friedhofs, die „Maria Zell Kapelle“. Auch früher waren hier schon Urnengräber zu finden.

Knappensteig im Schwazer Silberwald

Seit 2019 gibt es im Silberwald einen Rundweg zur Knappenzeit. Dieser überschneidet sich teilweise mit dem 10 Kapellen Weg. An mehrenen Stationen wird das Leben und Arbeiten der Knappen beschrieben. An historischen Plätzen des Silberbergbaus findet man Hinweistafeln. Mit dem Handy kann man zusätzliche Informationen über QR Codes erhalten.

Wandern zu jeder Jahreszeit

Der zehn Kapellenweg ist ein kulturhistorisch interessanter Wanderweg, der auch mit einigen schönen Ausblicken aufwartet. Besonders erwähnenswert ist, daß er sich als Frühlingwanderung und Sommerwanderung genauso anbietet wie als Herbstwanderung oder gar Winterwanderung. Er ist immer begehbar und jede Jahreszeit hat seinen Reiz. Wunderbar sind im Frühling die vielen Bergblumen auf den Wiesen neben dem Wanderweg. Dadurch daß weite Teile geteert sind, ist der Wanderweg auch für ältere Wanderer gut zu gehen.

Mehr Informationen gibt es unter dem Link über die Geschichte der Kapellen.

Diese Tipps merken & mit Freunden teilen. Klick hier: